Tagtraum, Schatten, Spiegelung – das sind nicht nur häufig von mir gewählte Arbeitstitel, sondern dahinter verbirgt sich für mich etwas ganz real Auszulotendes. Den Worten ist gemeinsam, dass sie für etwas Immaterielles stehen und gewissermaßen „Zwischenwelten“ beschreiben – kaum fassbar und doch wahrnehmbar. Für mich wie geschaffen, um Eindeutigkeiten auszuschließen und dafür Ambivalenzen und Vielschichtigkeiten Raum zu geben. Mein wahrnehmender wie mein abbildender Blick ist ein grafisch dominierter – meine Arbeitstechniken sind dabei verschiedene. Zeichnen mit Stift oder Kohle, Druckgrafik wie Holzschnitt, Lithografie oder Radierung, aber auch Fotografie und Video sind mir zu verschiedener Zeit gleich wichtig. Der jeweilige Arbeitsprozess ist für mich meist unvorhersehbar: mal von tastender Behutsamkeit, mal anstrengendes Durchdringen oder unnachgiebiges Festhalten, selten auch einfaches Fließen-Lassen... Häufig sind es organische Körperformen, die im Mittelpunkt meiner Arbeiten stehen. Menschliche wie Tier- und Pflanzenformen gehen auf meinen Bildern scheinbar vitale Verbindungen ein, doch die bewusste Teilhaftigkeit ihrer Abbildung kann auch verstören. Dieser Moment des irritierten Innehaltens interessiert mich. Aus der Störung erwachsen emotionale und gedankliche Räume für Assoziationen, die Wahrnehmung präzisieren und den eigenen Blick sowie Verständnis erweitern können.Die Einordnung meiner künstlerischen Arbeiten in „Arbeitsreihen“ scheint mir eine Möglichkeit, Zusammenhänge sichtbar zu machen – weitere Durchdringungen bestehen darüber hinaus.


Arbeitsreihen

Die in „Arbeitsreihen“ zusammengefassten Arbeiten gehören thematisch zusammen. Hier versuche ich, Zusammenhänge sichtbar zu machen sowie längere Arbeitsphasen zu reflektieren und zu ordnen. Die Übergänge sind dabei mitunter fließend und die einzelnen Arbeitsreihen durchdringen und beeinflussen sich mit wechselnder Intensität. Tagtraum, Schatten, Spiegelung – das sind nicht nur häufig von mir gewählte Arbeitstitel, sondern dahinter verbirgt sich für mich etwas ganz real Auszulotendes. Den Worten ist gemeinsam, dass sie für etwas Immaterielles stehen und gewissermaßen „Zwischenwelten“ beschreiben – schwer fassbar und doch wahrnehmbar. Für mich wie geschaffen, um Ambivalenz und Vielschichtigkeit Raum zu geben.

Arbeitsreihen

Künstlerbücher- und Mappen

Die Beschäftigung mit Lyrik (auch mit Musik) ist mir ein wichtiger, inspirierender Teil meiner künstlerischen Arbeit. Angeregt bereits während meines Studiums, ging es dabei zuerst um klassische Illustrationen, sprich um Bebilderungen einer Textvorlage. Zunehmend wichtiger wurde es aber für mich, Formen dafür zu finden, wie sich Texte und Bilder in ihrer jeweiligen Eigenständigkeit in einem künstlerischen Buch/einer künstlerischen Mappe begegnen und welche Zwiesprache sich entwickeln lässt, wenn man ihre eigentliche Unvereinbarkeit als „poetischen Motor“ begreift. Parallel zur inhaltlichen Durchdringung fesseln mich die oft langwierigen und komplexen künstlerisch-handwerklichen Arbeitsgänge, bis eine Grafikmappe oder ein Künstlerbuch ihre Form gefunden haben. Seit 1992 betreibe ich die Hoch-Presse, wo ich in loser Folge eigene Künstlerbücher und Grafikmappen herausgebe.

Einzelarbeiten

Einzelarbeiten

Hier finden sich sowohl Arbeiten, die ich aus einem bestimmten Anlass (wie thematische Ausschreibungen oder konkrete Aufträge) schuf als auch solche, die vorbereitend oder zwischen den Arbeitsreihen entstanden.